Wo ist der gesunde Menschenverstand hin?

31.03.2019

Kerstin Kleenworth

SuS, LuL, *innen, 3. Geschlecht und 4. neutrales Geschlecht, …

Ist die Reduktion des Wortes „Schüler“ – Plural, geschlechtsübergreifend – auf 3 Buchstaben „SuS“ gut? Was macht das mit uns Menschen?
Und wie ist dort das 3. Geschlecht zu benennen? Gibt es nicht? Weil es keine 3. Geschlecht-Schüler gibt? Weil sie keine Lobby haben? Oder?

Ich finde das Alles ziemlichen Quatsch. Warum ist es Menschen so wichtig? Ich versuche das mal auf das Thema „Frauen“ zu spiegeln.

Also, das 3. Geschlecht möchte eigene Toiletten haben und eigene Wörter/Namen, damit das auch gleich erkannt wird.

Frauen sollen auch eigene Toiletten haben und eigene Wörter/Namen, damit das erkannt wird.

Ich bin nun Frau. Wenn ICH auf die Toilette muss – dann ist es mir völlig egal, welches Zeichen draussen hängt – dann ist die Toilettenschüssel der Ort meines Begehrens! Am Liebsten sauber und ordentlich. Völlig losgelöst vom Geschlecht. Oder?

Generell: Bin ich irgendwo und es wird von Angestellten gesprochen – gehöre ich dazu, weil ich angestellt bin. Und ich fühle mich gar nicht diskriminiert. Vielleicht stimmt auch mit mir etwas nicht. Vielleicht bin ich „altbacken“. Wenn ich von Schülern oder Studenten spreche – meine ich alle, die zu dieser Gruppe gehören – geschlechtsunabhängig.

Viel wichtiger ist für mich: warum ist es der Jugend so wichtig? Ist es nicht eigentlich egal, wie das Kind heisst, Hauptsache es wird endlich gesellschaftlich gleichwertig behandelt. Respektvoll, gleiche Gehälter für gleiche Leistung. Gleiches gesellschaftliches Anerkenntnis. Das erhalte ich doch nich per se obendrauf, nur weil ich eine weibliche oder wie auch immer Form dazu erfinde.

Warum also ist es der Jugend so wichtig. Eine liebe Freundin meiner Kinder findet es völlig bescheuert, dass ich so denke. Sie versteht es, glaube ich , gar nicht. Dass mir die äussere Form oder auch das Toilettenzeichen so völlig am Hintern vorbeigeht (schreibe ich nur wegen der Toilette!). Warum fühlen sich Menschen diskriminiert, wenn man sie nicht mit ihrem Geschlecht anspricht? Wo ist denn das Selbstvertrauen dieser Generation, die alles auf das Geschlecht reduziert. Statt auf den Menschen und seine Leistung. Darf ich das noch so schreiben? „Den Menschen“ oder müsste ich „die Menschin“ nutzen und was ist dann dabei das 3. Geschlecht?

Bitte nicht falsch verstehen. Ich mache mich weder lustig noch stelle ich mich drüber. Ich möchte verstehen.

In meiner Weltanschauung ist es wichtiger, was einen Menschen ausmacht. Und ich bin fest davon überzeugt, erst wenn es kein Thema mehr ist, sind die Menschen gleich! Und dann werden sie auch, von der Gesellschaft, gleich behandelt.

Freiheit und Wertschätzung kommen von Innen – nicht von *innen.

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